Spenden für raubkopierte neue Filme

Donations-Accepted-for-Recently-Pirated-MoviesJedes Jahr hören wir, wie schädlich Piraterie für die Unterhaltungsindustrie ist. Es ist ein langjähriges Argument, das Teil einer Debatte ist, die wohl für immer bestehen wird. Obwohl Statistiken bereits gezeigt haben, dass Piraterie mehr hilft als schadet.

Auf jeden Fall weist die Gruppe der Filmemacher von 2014 wenigstens einige Beispiele auf, die Unterstützung direkt von der Filmindustrie bedeuten.
Die Crew hinter „Leviathan“, Gewinner des Golden Globe und nominiert bei den Oscars, ein Film, der eine moderne Nacherzählung des Buchs Hiobs ist, haben bekannt gegeben, dass sie keine rechtliche Verfolgung gegen die verfolgen, die ihren Film raubkopiert haben.

Als die russischen Filmemacher dies öffentlich gemacht hatten, nämlich, dass niemanden strafrechtlich verfolgen wollen, hat Produzent und Landsmann Slava Smirnov eine Seite eingerichtet, um sicherzustellen, dass der Film nicht ganz leer ausgehen wird. Smirnovs Seite akzeptiert Spenden aus der ganzen Welt, die dann an das Team weitergeleitet werden, das hinter „Leviathan“ steht.

Das ist besonders wichtig für den Film, weil er noch nicht mal in Russland in die Kinos gekommen ist. Den Film bereits auf den File-Sharing-Seiten zu haben, kann Einbußen für den Film bedeuten, aber diese Seite könnte der Ausweg sein. Bemerkenswert, dass Smirnov und „Leviathan“-Producer Rodnyansky sich nie getroffen haben. Genauso interessant ist, dass Rodnyansky diese Einnahmen nicht annehmen wird, sondern sie der wohltätigen Organisation „Giving Life“, die sich um krebskranke Kinder kümmert, überlassen möchte.

„Leviathan“ ist nicht das einzige Beispiel dieser Art. Drei Wochen bevor sein Film „Midnight Son“ auf DVD erscheinen sollte, hörte Producer Matt Compton, dass er raubkopiert worden wäre.

Anstatt nun verärgert zu sein und strafrechtliche Maßnahmen zu veranlassen, hat Compton die beliebte Seite Pirate Bay aufgesucht und eine Nachricht hinterlassen. Er stellt sich selbst vor und ersuchte diejenigen, die den Film gesehen haben, den Film auf DVD zu kaufen oder eine Spende an den Paypal Account des Films direkt zu tätigen.

Es gab einige hässliche Kommentaren und rüde Antworten, wie es mittlerweile im Internet üblich ist. Aber Compton sagte, dass er überrascht sei wie viele Leute positiv antworteten, sogar in die Diskussion einstiegen. Und glücklicherweise haben einige auch die DVD vorbestellt oder gespendet.

Das bedeutet natürlich nicht, dass die Verantwortlichen der Filmproduktion glücklich mit der Situation sind. Aber sie scheinen bemerkt zu haben, dass es auch einige positive Aspekte hat (z.B. Mundpropaganda das Interesse steigert) und dass man wenig gegen die Welt des File-Sharing tun kann.

 



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